Im Schaufenster der ältesten Quartierapotheke der Stadt Bern stehen keine Mittel gegen Husten oder Halsschmerzen. Hier hängt Kunst. Ganz bewusst.
Wenn der Profit wichtiger ist als die Patientin oder der Patient, ärgert sich der Berner Apotheker Silvio Ballinari. Er will deshalb Pharmariesen keine Plattform bieten und verzichtet in seinem Geschäft auf Produktewerbung. Im Schaufenster stellen stattdessen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke aus. Ballinaris Arbeit hat ihn in die Schlagzeilen gebracht, sogar im Parlament war davon die Rede: Vor ein paar Jahren brachte eine amerikanische Pharmafirma einen alten Wirkstoff als teures Medikament auf den Markt. Ballinari zeigte, wie er ein Mittel mit gleichem Wirkstoff in seiner Apotheke herstellt. Der Preis: zehnmal günstiger.
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