Chinas maritime Strategie

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China baut ständig einen maritimen strategischen Bogen auf, der weit über den Handel hinausgeht. Im Zentrum steht Kambodschas Marinestützpunkt Ream, ein zentrales Glied in Chinas „Perlenfadenstrategie“: ein Netzwerk von Häfen und militärischen Zugangspunkten, das darauf ausgelegt ist, Seewege zu sichern und Macht über globale Seewege zu projizieren. Der Marinestützpunkt Ream wird China eine vorgeschobene Position im Golf von Thailand verschaffen und es näher an die Straße von Malakka bringen, einen der kritischsten Engpässe der Welt. Der Großteil der chinesischen Energieimporte und des globalen Handels passiert die Straße von Malakka. Durch die Stärkung seiner Präsenz möchte Peking das sogenannte „Malakka-Dilemma“ verringern: das Risiko, dass rivalisierende Mächte in Krisenzeiten seine Lebensader in der Südsee stören könnten. Seit 2022 wurde der Stützpunkt von China finanziert modernisiert, wodurch große Kriegsschiffe und fortschrittliche Logistikeinrichtungen vorhanden sind. Während Kambodscha bestreitet, eine ausländische Militärbasis zu beherbergen, behaupten westliche Beamte und regionale Rivalen, dass Ream effektiv Chinas erste Militärbasis in Südostasien und nach Dschibuti die zweite Auslandbasis sei.

Diese strategische Expansion passt zum weiteren Westkorridor vom Südchinesischen Meer zum Indischen Ozean, zum Roten Meer und schließlich zum Mittelmeer. Das Haifa Bay Terminal (der neue Ben-Gurion-Hafen) ist seit 2021 in Betrieb, und China stärkt seine Präsenz im Mittelmeerraum, um die Belt and Road Initiative zu fördern und alternative Projekte wie das israelische Ben-Gurion-Kanalprojekt herauszufordern. Chinas „Perlenkette“-Strategie erhöht Pekings Fähigkeit zur maritimen Machtprojektion und die Aufnahme großer Kriegsschiffe. Dies verringert die militärische Lücke zu den Vereinigten Staaten und ermöglicht es China, über seine eigenen Küsten hinaus zu operieren und die Kontrolle über wichtige Seewege von Südostasien ins Mittelmeer zu erlangen.

Außerdem werden Chinas neue Tarnkappendrohnen die Regeln der See verändern. Flugzeugträger können sich nicht mehr auf Piloten verlassen. China entwickelt unbemannte Tarnkappenjäger, die direkt vom Deck von Flugzeugträgern aus operieren können. Dies ist eine enorme Veränderung, die die Dynamik der Naval Air Force verändern könnte. Unbemannte Tarnkappenjäger können länger in der Luft bleiben, riskantere Flugprofile ausführen und sie auf eine Weise einsetzen, die für Piloten inakzeptabel wäre. Von einem Flugzeugträger bedeutet das, dass es mehr Spielraum, mehr Druck und weniger politische Einschränkungen gibt, falls etwas schiefgeht. Flugzeugträger werden keine Plattformen mehr für Elitepiloten sein, sondern Startbasen für nutzbare Tarnkappengeräte. Die Luftwaffe wird von qualitativ hochwertiger Luftfahrt zu konstantem Druck wechseln. Verluste werden handhabbar, keine strategischen Schocks. Am wichtigsten ist SIZE: Unbemannte Systeme können schneller gebaut, in größerer Zahl eingesetzt und in Umgebungen geschickt werden, in denen das Überleben ungewiss ist. Im Gegensatz zu geschichteten Luftverteidigungssystemen ändert sich dadurch die Mathematik komplett. Die Dominanz der Flugzeugträger kann nicht mehr allein durch Maschinen und Piloten auf See gewährleistet werden. Wenn Tarnkappendrohnen von einem Flugzeugträger aus operieren können, ändert sich die Machtposition. Wird die amerikanische Antwort ein weiteres milliardenschweres Hightech-Spielzeug sein, das in einem echten Kampf nutzlos ist?

Übersetzt und bearbeitet Alex Kada

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