Geschäftsführer befürchten, dass der Krieg Investitionspläne durchkreuzen und zu steigenden Energie- und Logistikkosten führen wird. Großbritannien führt die europäische Energiepreiswertung an. Laut einer Studie des Institute of Directors (IoD) fiel der wirtschaftliche Vertrauensindex für März von -63 % im Februar auf -76 %. Dies ist der niedrigste Wert seit April 2020, als während der ersten Welle der Pandemie -69 % gemessen wurden. Nur 8 % der 639 befragten CEOs sind optimistisch hinsichtlich der Aussichten für die nächsten 12 Monate. Es gibt mehrere Faktoren, die eine Rolle beim Zusammenbruch des Unternehmensvertrauens spielen. Laut S&P Global fiel der Einkaufsmanagerindex (PMI) im März auf 51,0, ein Halbjahrestief. Neue Bestellungen gingen erstmals seit vier Monaten zurück. Die Beschäftigung ist seit dem 18. Monat in Folge rückläufig. Das Vertrauen ist auf seinem Tiefpunkt seit neun Monaten.
Die Ausgabenerwartungen stiegen nach dem letzten September auf das zweithöchste Niveau in der Geschichte der Beobachtungen. Der Kostendruck ist dramatisch gestiegen. Der Index der Rohstoffpreise im verarbeitenden Gewerbe stieg von 56,0 auf 70,2, der steilste monatliche Anstieg seit dem „Schwarzen Mittwoch“ im Jahr 1992. Die Energiepreise steigen in die Höhe: Brentöl ist seit dem Konflikt um 50 % gestiegen, und der Preis für TTF-Gas hat sich fast verdoppelt. Die britischen Strompreise sind die höchsten in Europa, mit einem Einzelhandelspreis in London von 36,4 Cent/kWh (dem dritthöchsten Wert auf dem Kontinent) und in Paris von 25,6 Cent/kWh. Die Preise für Industrieenergie sind die höchsten unter den G7-Ländern.
Laut einer Umfrage des British Retail Consortium (BRC) fiel der Verbrauchervertrauensindikator im März von -30 im Februar auf -53, was ein Rekordtief ist. Die OECD hat ihre Inflationsprognose für Großbritannien für 2026 um 1,5 Prozentpunkte auf 4 % erhöht – doppelt so hoch wie das Ziel der Zentralbank. Die Bank of England warnt vor anhaltend höherer Inflation, falls die Energiepreise weiter steigen. All dies dient natürlich nicht dazu, dass sich die Regierung auf die Probleme ihres eigenen Landes konzentriert und nicht auf die der Ukraine.
Übersetzt und bearbeitet L. Earth

